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Präventionskonzept

Ein sicherer Ort für alle Menschen

Die Kirchengemeinde St. Katharinen soll ein Ort sein, an dem sich alle Menschen willkommen, respektiert und geschützt fühlen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Deshalb setzen wir uns bewusst und aktiv für den Schutz vor sexualisierter Gewalt, Grenzverletzungen und Machtmissbrauch ein.

Mit unserem Schutzkonzept übernehmen wir Verantwortung. Es hilft uns, aufmerksam zu bleiben, klare Regeln zu haben und im Ernstfall verlässlich zu handeln. Gleichzeitig schützt es Betroffene ebenso wie alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden unserer Gemeinde.

Unsere Haltung

Jeder Mensch ist einzigartig und wertvoll. Daraus ergibt sich für uns eine klare Haltung:

Sexualisierte Gewalt, Grenzüberschreitungen und jede Form von Machtmissbrauch haben in unserer Gemeinde keinen Platz.

Wir möchten eine Kultur fördern,

  • in der hingeschaut wird,
  • in der Unsicherheiten angesprochen werden dürfen und 
  • in der Menschen ernst genommen werden.

Was wir unter sexualisierter Gewalt verstehen

Sexualisierte Gewalt umfasst alle sexuellen Handlungen, Worte, Gesten oder Verhaltensweisen, die gegen den Willen einer Person erfolgen oder ihre persönlichen Grenzen verletzen – unabhängig davon, ob sie verbal, nonverbal oder körperlich geschehen.

Kinder können niemals in sexuelle Handlungen einwilligen.

Auch bei Jugendlichen und Erwachsenen sind sexuelle Handlungen unzulässig, wenn Abhängigkeits- oder Vertrauensverhältnisse bestehen, etwa in seelsorgerlichen, pädagogischen oder leitenden Rollen.

Betroffene tragen niemals Schuld.

Verantwortung in der Gemeinde – haupt- und ehrenamtlich

Alle Menschen, die sich in unserer Gemeinde engagieren, tragen Verantwortung für einen achtsamen und respektvollen Umgang miteinander.

Das bedeutet konkret:

  • persönliche Grenzen zu achten und verantwortungsvoll mit Nähe und Distanz umzugehen
  • das eigene Verhalten regelmäßig zu reflektieren
  • aufmerksam zu sein für Unwohlsein, Grenzverletzungen oder Machtmissbrauch
  • Unsicherheiten oder Beobachtungen nicht zu verschweigen

Alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden verpflichten sich zu einem grenzachtenden Umgang, nehmen regelmäßig an Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt teil und – je nach Einsatzbereich – legen ein erweitertes Führungszeugnis vor.

Diese klaren Regeln dienen dem Schutz aller: der Schutzbefohlenen ebenso wie der Mitarbeitenden selbst.

Wenn etwas nicht stimmt – Hinweise und Beschwerden

Manchmal gibt es Situationen, die sich nicht richtig anfühlen. Vielleicht wurde eine Grenze überschritten, etwas Belastendes beobachtet oder selbst erlebt.

In solchen Fällen gilt:

  • Betroffene Personen können sich melden.
  • Meldungen werden ernst genommen.
  • Für meldende Personen entstehen keine Nachteile.

Hinweise, Beobachtungen oder Beschwerden können vertraulich gemeldet werden – auch anonym:

unterstuetzung@katharinen.net - Diese E-Mail wird vertraulich durch das Beratungsteam erfasst und gelesen. 

Jede Meldung wird sorgfältig geprüft, vertraulich behandelt und verantwortungsvoll begleitet. Niemand darf wegen eines Hinweises benachteiligt oder unter Druck gesetzt werden.

Wie wir mit Meldungen umgehen

Unser Handeln orientiert sich an klaren Grundsätzen:

  • Jede Meldung wird ernst genommen.
  • Der Wille, die Grenzen und die Bedürfnisse der betroffenen Person stehen im Mittelpunkt.
  • Es gilt die Unschuldsvermutung, bis Sachverhalte geklärt sind.
  • Transparenz hat Vorrang vor institutionellem Selbstschutz.

Bei Bedarf werden externe Fachstellen hinzugezogen. Betroffene werden auf Wunsch bei der Suche nach Beratung, Unterstützung oder weiteren Schritten begleitet.

Ein lebendiges Schutzkonzept

Unser Schutzkonzept ist kein starres Regelwerk. Wir verstehen es als einen lebendigen Prozess, der regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und an neue Erkenntnisse angepasst wird.

Hinweise, Rückmeldungen und Anregungen aus der Gemeinde sind ausdrücklich erwünscht!

Mitteilung an die Kirchengemeinde

Die St. Katharinengemeinde stellt einen digitalen Meldeweg zur Verfügung.
Schreiben Sie dazu eine E-Mail an: 
unterstuetzung@katharinen.net